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 Hrabal und der Mann am Fenster

Text: Bernhard Setzwein

Inszenierung: Mia Constantine

Bühne: Camila Mlagoni Soldani

Kostüm: Christine Leers

Sounddesign: Jan-S. Beyer

Dramaturgie: Meike Sasse

Schauspieler: Michael Heuberger, Pina Kühr, Roland Avenard

 

Das Stück spielt in den 90ern in einer kleinen Datschensiedlung in der Nähe von Kersko,  Tschechien. Dort hat der Spitzel Dutky sein ganzes Leben, bis hin zur absoluten Selbstaufgabe, der Beobachtung des Regimefeindes Hrabal gewidmet. Doch abgesehen von den Katzen hat er schon lange niemanden mehr gesehen, weder Hrabal noch seine Frau oder einen seiner Vorgesetzten. Dennoch führt er seinen Auftrag weiterhin mit akribischer Genauigkeit aus. Der Zuschauer verfolgt diesen Alltag über ein live Hörspiel.

Im zweiten Teil sieht man Dutky das erste Mal über eine live-Übertragung einer Hand-Kamera. Diese Bilder kommen von der jungen Lenka, welche gekommen ist, um Dutky über Hrabal zu interviewen, der schon lange tot ist. Für Dutky bricht seine kleine geordnete Welt zusammen, die er sich so mühsam aufrechterhalten hatte. Nicht mal das Regime, für welches er immer noch unermüdlich arbeitet, existiert noch.

Im dritten Teil erleben wir Dutky endlich live auf der Bühne, wie er in einem Traum Hrabal begegnet. Dabei erfahren wir mehr über den Künstler Hrabal, der in seinem üblichen Ringelshirt und wie er es liebte barfuß auftritt. Auffallend nur, dass ihm Dutky sehr ähnelt. Kein Zufall!

 

Presse: Theater heute, Nr. 8/9 August/September 2015 Seite 60